Leitbild der Kindertagesstätte "Seepferdchen"

Ausgangspunkt unserer Arbeit ist das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, darin insbesondere die Grundrechte. Daraus haben wir für das grundlegende Ziel unserer pädagogischen Bemühungen, ein entsprechendes Menschenbild zu vermitteln, folgendes abgeleitet:

  1. Die Würde des Kindes ist unantastbar.
  2. Jedes Kind hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit es die Rechte anderer nicht verletzt.
  3. Jedes Kind hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
  4. Jedes Kind genießt Glaubens- und Gewissensfreiheit.
  5. Jedes Kind hat das Recht, seine Meinung in Wort und Bild zu äußern.

Weiterhin ist der § 1 Abs. 1 des SGB VIII - Kinder- und Jugendhilfe - (KJHG) eine Grundlage für unsere Arbeit, denn:

"Jeder junge Mensch hat das Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit".

So vereinbaren wir auf der Grundlage des Grundgesetzes und des KJHG unsere pädagogischen Ziele, die nach dem Konzept des Situationsansatzes folgende sind:

Kinder haben von Anfang an eigene Rechte und vollziehen die für ihre Entwicklung und Entfaltung notwendigen Schritte durch eigene Aktivität. Diese Sicht bestimmt das Bild vom Kind im Situationsansatz, nach dem wir in unserer Kindertagesstätte arbeiten. Erwachsene sind dafür verantwortlich, Kinder durch verlässliche Beziehungen und ein anregungsreiches Umfeld in ihrem Streben nach Weiterentwicklung zu unterstützen.

Unser Bild vom Kind

"Sage es mir und ich vergesse,
zeige es mir und ich erinnere mich,
lass es mich tun und ich behalte"
(Konfuzius)

Unser Bild vom Kind richtet sich nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Säuglings- und Kleinkindforschung. Diese Erkenntnisse besagen, dass Kinder von Geburt an mit Fähigkeiten und Kompetenzen ausgestattet sind und die eigene Entwicklung bestimmen können. Bereits mit der Geburt beginnt das Streben nach Autonomie, ein Ziel unserer Arbeit nach dem Situationsansatz.

Unser Ziel ist es, die Kinder mit ihren unterschiedlichen Lebenssituationen und Lerngeschichten, so zu betreuen, dass sie aktuelle und zukünftige Situationen in ihrem Leben autonom, solidarisch und kompetent meistern können.

Unser Erziehungsziel beinhaltet auch den Anspruch an die Beziehung zwischen Kind und uns Erzieherinnen, wir sind Kooperationspartner. Dazu gehört auch, dass wir Erwachsene genauso wie die Kinder gemeinsam Lehrende und Lernende sind und dass wir den Tagesablauf, die Räume, den Alltag und das soziale Leben in unserer Kindertagesstätte demokratisch gestalten. Unsere Kinder werden ernst genommen. Altersgemäß räumen wir ihnen Handlungs- und Entscheidungsfreiheiten im Tagesgeschehen der Kindertagesstätte ein.

Unsere Kinder haben ein Recht auf:

Kinder verfügen über keine eigene Macht und Lobby. Welche Rechte Kinder haben, hängt von unserer pädagogischen Arbeit, vom Respekt vor jedem Kind, von unserer Haltung und unserem Handeln ab.